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Vom Tun und Lassen

Die TeilnehmerInnen der Tanzklasse der Movimentos Akademie erarbeiten jedes Jahr eine eigene Choreografie. Dieses Mal zum Thema Freiheit. Ihr Stück hat den Namen „Vom Tun und Lassen“. Aber was denn tun? Und was lassen? Wir verraten es euch hier.

Freiheit – ein großes Wort, ein großes Thema. Die 9 bis 20-jährigen Tänzerinnen und Tänzer der Tanzklasse haben sich ihre Gedanken dazu gemacht und überlegt, was Freiheit für sie selbst bedeutet. Dabei war schnell klar: Freiheit hat unter anderem mit ihrem Gegenteil zu tun, mit Begrenzung. Meine Freiheit endet dort, wo ich deine Freiheit beschneide. Auch wo Regeln und Pflichten vorgegeben werden, die ich für mich als nicht (mehr) passend oder ungerecht empfine, ist meine Freiheit ein­ geschränkt. Erkenne ich, wo die Grenzen sind? Und, ganz wichtig: Wie nutze ich den (Frei­) Raum, den ich zur Verfügung habe? Freiheit ist auch immer Entscheidungsnot­wendigkeit, eröffnet und bietet Möglich­keiten – was will ich tun, was lassen?

Während der Proben haben die Teilnehmer immer wieder ihre Grenzen ausgelotet und mussten sich fragen: Will ich diese Hürde überwin­den oder trete ich einen Schritt zurück? Wage ich es, meine Handlungsspielräume voll auszu­schöpfen? Wenn ich meine Möglichkeiten wahrnehme, könnte ich etwas riskieren und so eine Veränderung bewirken. Ich könnte einen neuen Anfang machen.

So zeigt sich die Entscheidungsfreiheit in der Choreografie

Im Tanz beginnen die 38 Tänzerinnen und Tänzer jeweils von sich ausgehend, jeder wie in einem eigenen Raum, einzelne Impulse werden sichtbar. Sie sind ganz verschieden, allein und doch gemeinsam auf der Bühne. Kleine Grup­pen finden sich im Stück zusammen, noch immer nicht unisono. Sie geben sich gegenseitig Raum, stel­len sich in der Begegnung aufeinander ein. Am Anfang steht ein verbindendes Element – ein Herzschlag, dessen Rhythmus alle auf ihre Weise folgten. Und dann zeigen sie uns, wie sie ihren Weg gehen, sich entscheiden. Sie erfahren ihre Grenzen und entdecken ihre Möglichkeiten , betrachten sie, lassen sie vorbeiziehen, nehmen sie wahr. Widmen sich dem Tun und Lassen.

MOVIMENTOS AKADEMIE TANZKLASSE
Choreografie: Daniel Martins, Sonja Böhme (Assistenz)
Musik: Dennis Graef, Sven Bünger
Bühne: Julia-Maria Gahlow, Sandra Hanschitz, Raimund Schucht, Birgit Voß
Kostüme: Sina Brennecke, Carolin Roider
Maske: Selina Schaal, Nicolas Guth
Künstlerische Koordination: Bernd Upadek
Mit 38 Tänzerinnen und Tänzern der Movimentos Akademie
Spieldauer: ca. 45 Minuten

Letzte Aktualisierung am 4. Mai 2017

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